10.05.2017 / Aktuelles

Neues vom Arbeitskreis Warme Kante

Die vom Bundesverband Flachglas (BF) herausgegebenen Datenblätter mit repräsentativen Psi-Werten für Fenster und Fassaden sind über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt. Sie werden gerne für einen vereinfachten Nachweis des Uw-Wertes von Fenstern genutzt.

Ein neues Vorhaben des BF-Arbeitskreises Warme Kante* soll nun das große Vertrauen in diese Datenblätter und die damit verbundene Akzeptanz weiter stärken.

Die maßgeblichen Psi-Werte der BF-Datenblätter werden gemäß den ift Richtlinien WA-08, und WA-22 berechnet. Eine Grundlage für diese Berechnungen ist die nach ift Richtlinie WA-17 messtechnisch ermittelte sogenannte äquivalente Wärmeleitfähigkeit λeq,2B. Diesem Wert kommt eine besonders wichtige Bedeutung zu. Denn bei Verwendung des 2-box-Modells zur Berechnung von Psi-Werten definiert die äquivalente Wärmeleitfähigkeit, zusammen mit der Bauhöhe des Abstandhalters (Höhe der Box 2), den jeweiligen Abstandhalter.

Die Mitglieder des Arbeitskreises haben sich nun freiwillig dazu verpflichtet, die Angaben zur Wärmeleitfähigkeit unabhängig alle zwei Jahre vom ift Rosenheim überprüfen zu lassen. So sollen Abweichungen zu den ursprünglichen Messungen festgestellt bzw. sichergestellt werden, dass die ausgewiesenen Werte auch nach Jahren noch korrekt sind. Die Kosten für die Überprüfung der Wärmeleitfähigkeit werden von den Herstellern selbst getragen. Mit Beginn der ersten Nachmessungen in 2018 werden die BF-Datenblätter künftig mit einer auf zwei Jahre befristeten Gültigkeitsdauer versehen.

* Der Arbeitskreis ‘Warme Kante’ ist ein Unterausschuss des Technischen Ausschusses beim Bundesverband Flachglas. Die Teilnehmer des Arbeitskreises sind Mitglieder und Fördermitglieder des BF. Wissenschaftlich begleitet wird der Arbeitskreis durch Prof. Dr. Franz Feldmeier, Hochschule Rosenheim und Dipl.-Phys. Norbert Sack, ift Rosenheim.